Der Holzbrand

Bei diesem speziellen Verfahren wird die Keramik in einem Ofen gebrannt, welcher einzig durch das Verbrennen von Holz, auf eine Temperatur von nahezu 1300°C gebracht wird. Bis der Ofen auf diese stolze Temperatur gebracht wurde, dauert es etwa 2 Tage. Bei jedem Brand werden etwa 4 Raummeter feinstgespaltenes Holz verbraucht. Die Ofenatmosphäre ist beim Holzbrand reduzierend, d.h. es wird mit Sauerstoffentzug gebrannt. Dies hat zur Folge, dass die Glasuren und der Ton selbst ein ganz unverwechselbares Aussehen bekommen. Holzbrandglasuren haben oft besonders reizvolle Effekte.

Beim Heizen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Ofen wird befeuert

Der Ofen besteht aus mehreren Lagen industrieller Schwerschamotte-Steine, einzig dieses Material hält die schroffen Temperaturwechsel und die hohen Temperaturen aus. Da der Wandaufbau eine große Masse besitzt, benötigt man auch dementsprechend viel Wärme, also folglich auch eine Menge Brennmaterial um diese Masse aufzuheizen. Ist die Temperatur erst einmal erreicht, hält der Ofen diese sehr gut. Die Glasur auf den Keramiken ist jetzt geschmolzen und entwickelt sich. Nach dem die Höchsttemperatur erreicht und für einige Zeit gehalten wurde, kühlt der Ofen langsam ab. Sehr langsam, denn wieder hat die Masse der dicken Wände Einfluss darauf. Durch das langsame Abkühlen können unglaublich schöne Effekte in der erstarrenden Glasur auftreten. Es können sich Kristalle bilden, welche langsam wachsen und nach vollständiger Abkühlung erhalten bleiben.

Ist der Ofen abgekühlt, in etwa wieder 2 Tagen, wird er geöffnet und gibt uns und unseren Kunden seine Schätze preis. Überraschungen als auch Enttäuschungen, alles ist möglich. Leider übersteht nicht jedes Gefäß den Holzbrand, falls aber doch, so ist es besonders langlebig und hält auch größere Temperaturschwankungen schadlos aus.

Volle Fahrt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Fuchs kommt aus dem Schornstein

Bei höheren Temperaturen kommt es vor, dass unverbrannte Rauchgase bis zur Schornsteinmündung kommen. Dort vermischen sie sich mit dem Luftsauerstoff und entzünden sich. Die dabei entstehende Flamme bezeichnet der Keramiker als Fuchs.

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