Nach einer intensiven Planungsphase und der mühevollen Beschaffung von geeigneten Baumaterialien konnte der Bau unseres Holzbrand - Ofens im April 2009 endlich beginnen. Schwerschamottesteine aus einem Industrieofenabriss mussten gesäubert und sortiert werden, eine unglaublich harte Arbeitsphase begann.

Der Holzbrand

Bei diesem speziellen Verfahren wird die Keramik in einem Ofen gebrannt, welcher einzig durch das Verbrennen von Holz, auf eine Temperatur von nahezu 1300°C gebracht wird. Bis der Ofen auf diese stolze Temperatur gebracht wurde, dauert es etwa 2 Tage. Bei jedem Brand werden etwa 4 Raummeter feinstgespaltenes Holz verbraucht. Die Ofenatmosphäre ist beim Holzbrand reduzierend, d.h. es wird mit Sauerstoffentzug gebrannt. Dies hat zur Folge, dass die Glasuren und der Ton selbst ein ganz unverwechselbares Aussehen bekommen. Holzbrandglasuren haben oft besonders reizvolle Effekte.

Die Frostfestigkeit von Keramik wird hauptsächlich durch den verwendeten Rohstoff "Ton" bestimmt. Die unterschiedlichen Tonsorten haben auch unterschiedliche Eigenschaften wie Farbe, Plastizität und Brennfestigkeit. Wo Schulton bei 1300°C im Ofen schmelzen würde, behält der von uns verwendete Steinzeugton seine Form. Töpferwaren die bei über 1240°C gebrannt werden, nennt man daher auch Steinzeugkeramik.

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